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B. K. S. Iyengar (Belur Krishnamachar Sundararaja Iyengar) – heute einer der bekanntesten und renommiertesten Yogis der Welt – wurde am 14. Dezember 1918 als elftes von dreizehn Kindern geboren. Die weitverzweigte Iyengar-Familie gehörte der Brahmanenkaste an, war aber verarmt. Aufgrund einer Grippe-Epidemie zum Zeitpunkt der Geburt kam Iyengar schwach und kränkelnd zur Welt. Während seiner Kindheit litt er an mehreren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Typhus sowie genereller Unterernährung. 1923 zog die Familie nach Bangalore. Sein Vater war Lehrer und starb 1927, als Iyengar 9 Jahre alt war.
Eine seiner älteren Schwestern heiratete den Yogi Sri Krishnamacharya (1888-1989). Dieser hatte 1924 in Mysore eine Yogaschule eröffnet und unterrichtete auch den Maharadscha und seine Familie.
Krishnamacharya holte Iyengar mit 15 Jahren als Schüler nach Mysore. Iyengar lernte bei seinem Schwager die Asanas.
Bald verbesserte sich sein Gesundheitszustand und er wurde schließlich völlig geheilt. Auf Anregung von Krishnamacharya ging Iyengar 1937 mit 18 Jahren nach Pune, um dort Yoga zu lehren.
„Mein Guru schickte mich 1936 nach Chitradurga und Harihar. Als ich zu ihm sagte, daß ich aber nichts wüßte, erwiderte er: 'Tu was du willst, aber geh.' Dann kam ich durch Dr. Gokhale, der meine Yoga-Demonstration im Norden Karnatakas gesehen hatte, nach Pune. Er war sehr beeindruckt davon, obwohl er meinte, ich hätte ja überhaupt keine Muskeln. Er fragte mich, warum mein Körper so schlecht entwickelt sei, und ich erzählte ihm von meiner Armut und meinen Krankheiten.“
Anfangs war er bitterarm und hatte kaum Schüler. Yoga war Jahrhunderte lang eine obskure Kunst für herumwandernde Asketen, bekannt als Sadhus.
Iyengar war der erste Mensch auf der ganzen Welt, der Yoga in Colleges und Universitäten unterrichtete. Obwohl die meisten Menschen kein Interesse am Yoga hatten, kamen doch einige aus gesundheitlichen Gründen, reiche Leute. Alle Colleges, an denen er unterrichtete, sammelten Geld, um monatlich 40 Rupien (ca. $ 2) zu zahlen.
In vielen Stunden täglicher Übungen und experimentellem Selbststudium verschiedener Techniken entwickelte er seinen unorthodoxen Stil.
Pune war zu jener Zeit berühmt für seine Ringkämpfe. In den dreißiger Jahren kamen manchmal zehn- bis zwanzigtausend Leute, um die Kämpfe zu sehen. Iyengar gab bei den Ringkämpfen eine Yogademonstration. Da er so dünn war, machten die Leute sich über ihn lustig: "'Wenn man Yoga praktiziert, sieht man am Ende aus wie dieser Mann!' Ich war komplett abgemagert."
In den Klassen amüsierte er sich über seine Schüler: "Hey, schau dir meinen Körper an und dann deinen, warum brichst du zusammen? Ich breche nicht zusammen!" Sie hatten keine Ausdauer, und er harrte in den Stellungen aus. "Ich habe keine Muskeln, aber ihr seid müde, nicht ich." Auf diese Weise gewannen sie Zutrauen: "Schaut nur, dieser Kerl hat kein Gewicht, keine Muskeln, wo hat er seine Kraft her? Wir sind erschöpft, aber dieser Kerl macht immer noch weiter." Er sagte ihnen: "Ich übe zehn Stunden, ohne zu schwitzen." So regte sich in den Leuten das Interesse am Yoga.
Iyengar verbesserte seine Methoden und steigerte dadurch die Zahl seiner Schüler und seine Bekanntheit. Er verwendet Hilfsmittel wie Kissen, Stühle, Seile, Holzklötzchen usw., um die Wirkung von Asanas zu steigern oder Probleme der Ausübung aufgrund von Behinderungen zu umgehen. 1943 heiratete er in einer arrangierten Hochzeit Ramamani.
1952 suchte ihn Yehudi Menuhin auf, um bei ihm Yoga zu praktizieren. Menuhin freundete sich mit ihm an und überredete Iyengar, in London, der Schweiz, in Paris und anderen Orten zu lehren. Durch seine Demonstrationen und Kurse begegneten viele Menschen aus dem Westen dem Yoga zum ersten Mal, Yoga wurde allmählich bekannt. 1966 veröffentlichte Iyengar Light on Yoga. Es wurde in viele Sprachen übersetzt und international zum Standardwerk. Dadurch wurde Yoga populär.
Rasch wurde Hatha-Yoga die am meisten praktizierte Form des Yoga in Europa und den USA. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Jiddhu Krishnamurti, Aldous Huxley und die damals neunzigjährige Königin Elisabeth von Belgien.
1975 eröffnete das Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute (RIMYI) in Pune, in Erinnerung an seine kurz zuvor verstorbene Frau.
Iyengar zog sich 1984 aus dem Lehrbetrieb zurück, ist aber weiterhin in seiner Schule sehr aktiv geblieben, lehrt in so genannten medical classes und schreibt Bücher. Seine Tochter Geeta und sein Sohn Prashant sind inzwischen selbst schon lange international anerkannte Lehrer. Als Geeta Iyengar 2010 mit dem Unterrichten aufhörte, stieg Iyengar wieder vermehrt ein. Im Sommer 2011 unterrichtete er in China 1300 Schüler!
Gegenwärtig gibt es in bald 100 Ländern Yoga-Studios unter seinem Namen und damit Zehntausende zertifizierte Iyengar-Yogalehrer überall auf der Welt – plus all die weiteren nicht zertifizierten Lehrer, die sich vom Iyengar-Yoga inspirieren lassen.
Here at Yoga Hamburg we practise Hatha Yoga in the style of Iyengar-Yoga. B.K.S. Iyengar is internationally the most distinguished Yoga teacher. Born 1918 in India, he dedicated his life to the development of Yoga. His daughter Geeta Iyengar adapted the asanas (postures) which had originally been practised by male yogis only, to the needs of women. It is typical for Iyengar style Yoga to use props like belts, blankets, chairs and blocks during the session. They facilitate or intensify the accurate performance.
Iyengar style Yoga strengthens muscles and ligaments and creates room in the joints. It can be either dynamic or static but is always well aligned while the grade of difficulty can be adapted to the ability of each practinioner. For each class the postures will be compiled afresh from the repertoire of all asanas: corresponding to the knowledge of the participants and their physical and mental needs. We teach standing postures, forward and backward bends, stretching twists, balancings and inverted poses. During Breathing practice (pranayama) we aim to reach a meditative state and relaxation.
Yoga asanas have a wide-ranging effect: they connect our experiences of body, spirit and soul in a holistic process. This integration is experienced as physical and emotional lightness, as wellbeing. The room of possible movements – of the body and of the soul – is extended.
Asanas unfold their dynamic effects on diverse levels. On the physical level they prolongue and stengthen each muscle group. This leads to more power, freedom of movement and improved stance. As they stimulate the metabolim, thus leading to increased oxygene intake and detoxication, the asanas strengthen harmoniously the function of all organs and systems. This helps to maintain or to restore good health. The focus on awareness is as important with the asanas as it is with the breathing techniques. We improve our concentration and calm our brain. On the emotional level yoga can lead to transformation: through practising asanas and controlled breathing, we can become aware of emotions and feelings that have manifested themselves in our muscles, our stance and movements and learn to let them go. This process frees the body and enables it to find back to its natural balance.
Such a process takes time. Although in the beginning progress will be visible after a few weeks or months by increased wellbeing, the practitioners of yoga count in years. Only through perseverance we manage to connect our consciousness with gradually deepening layers of our body and it may well happen that we glimpse a flash – reflected in a calm mind - a sense of the possibilities of our divine soul. Combining the energies of body, breath and mind with a devoted attitude we can reach joy of living and freedom.
IYENGAR YOGA HAMBURG
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